18.08.2004
Funktionierende Signale
Als wohl größte Neuerung der letzten Zeit möchte ich zuerst die funktionierenden Signale vorstellen.
Sie zeigen die Signalbegriffe der Berliner U-Bahn, dazu gehören Stellwerksignale, die erst bei Annäherung auf "Fahrt" umschalten, Kehrsignale, die die Gleisnummern anzeigen, automatische Selbstblock- sowie mehrbegriffige Deckungssignale, die über HP2 nach HP1 wechseln.
Auf dem Bild ist ein solches Signal vor dem Bahnhof Nordendstraße in Aktion zu sehen (man beachte das Ausfahrsignal im letzten Bild):
Bedenkt man die Zeit, die ich nun an der U15 arbeite, kommen knapp zwei Jahre zusammen! Da der technische und grafische Fortschritt ja bekanntlich nicht Halt macht, habe ich mich entschlossen, alsbald die Tunnel- und Gleisobjekte, die noch aus der Anfangszeit der Demostrecke stammen, gründlich zu überarbeiten.
Jetzt kommen neue hochauflösende Texturen zum Einsatz, die Lichteffekte wurden komplett überarbeitet, die Kabel- und Stromschienenhalterungen verbessert und das Tunnelprofil verfeinert.
Wie es künftig zwischen den Bahnhöfen aussehen wird, zeigt dieses Bild:
Ein kleines Detail am Rande: Jetzt müssen die Weichen nicht mehr per Hand gestellt werden - endlich wurden Weichenantriebe eingebaut:
Natürlich dürfen bei diesem Update die Bahnhöfe nicht fehlen! Derer zwei sind neu hinzugekommen. Hier Siriusstraße mit Mittelausgang:
Am Bahnsteigende befindet sich ein Aufzug:
Vorletzter Bahnhof ist die Station Rathaus Miezgrund. Für die jeweiligen Fahrtrichtungen gibt es hier zwei getrennte Tunnel mit Außenbahnsteigen. Von der Konstruktion der Berliner Station Bundesplatz nicht ganz unähnlich...*g*
Da sich zwischen den Gleisen ein Straßentunnel befindet, verlaufen die Streckengleise auch hinter dem Bahnhof noch ein ganzes Stück in einzelnen Röhren. Im Vordergrund das Bahnsteigende mit Treppenanlagen:
11.03.2004
BR 477
Nun ist er da, der langersehnte Kollege, zu dem am Westbahnhof ja planmäßiger Anschluss besteht! Die Baureihe 477, deren letzte Vertreter Ende 2003 aus dem Plandienst schieden, kommt nun auf meiner Strecke, quasi posthum, zu BVE-Ehren.
Nach wie vor dynamisch und elegant: Die Form des "Rundkopfes".
Beim 477.0 darf natürlich der Beiwagen 877 nicht fehlen.
Zwei 477er "face to face". Man beachte die dreidimensionale Wirkung der Fensterrahmen durch eine weitere hinterlegte Textur.
Dieses Bild dürfte bei jedem Altbaufreund wehmütige Erinnerungen hervorrufen...
Hier nun der 477 auf seinem angestammten Platz:
16.11.2003
Westbahnhof
Diese viergleisige Station ist ein Kreuzungsbahnhof zwischen S- und U-Bahn. Während die U15 das mittlere Gleispaar benutzt, verkehrt die S-Bahn auf den beiden äußeren Gleisen.
Hier der Blick in den östlichen Hallenflügel mit einem Zug nach Mänkt.
Der T4 wird demnächst optisch gründlich überarbeitet und erhält extra für diesen Bahnhof einen S-Bahn-Kollegen der Baureihe..na, was wohl? *g*
Mit einer Deckenhöhe von 5,5m gibt sich die Halle weitaus geräumiger und repräsentativer als der sonst eher flach gebaute 60er-Jahre-Normtyp.
Im zweiten Drittel des Bahnsteiges befindet sich die Verteilerebene mit Ladenpassage, die sich zur Halle hin öffnet. Von hier aus geht es mit 3,8m Deckenhöhe weiter.
Ein Blick auf die wuchtigen Treppenanlagen, die zur Verteilerebene hinaufführen.
Als wichtiger Umsteigebahnhof ist diese Station natürlich behindertengerecht mit Aufzug ausgestattet.
Wegen der vorgezogenen Verteilerebene befinden sich an der Bahnhofsausfahrt keine weiteren Treppen.
Man beachte das Ausfahrsignal mit sechs Optiken sowie das neue KS-Signal der S-Bahn nebenan.
14.10.2003
Katzbachstraße
Dieser Bahnhof ist mit Eichenhain nahezu identisch und unterscheidet sich nur in den verwendeten Farben, den Eingangsbereichen und dem komplett geraden Bahnsteig von seinem Vorgänger.
Haben wir unser Ticket schon gestempelt?
BTW: Yes, the guy is looking at a coin...and it's probably the smallest B3D object ever made...so small, you can't even see it...*lol*
Richtig so! Statt Klatschpresse am Kiosk ein Buch für unterwegs! Oder liest die Dame etwa Naddel, Bohlen oder Effe? *g*
Vielleicht bietet ja auch die Infotafel etwas Lesenswertes?
"Einmal Schüler für 1,50..."
Der Ausgang gibt sich typisch für die 60er-Jahre: Verklinkerte Wände und die Trennwand mit Kleinmosaik und Holzabdeckung zwischen Treppe und Rolltreppe setzen hier optische Akzente.
12.10.2003
Eichenhain
Der Bahnhof Eichenhain ist der Sechste im Bunde und verfügt noch über die alten Stationsschilder.
Den typischen Kiosk der 60er-Jahre findet man hier ebenso...
...wie das passende Aufsichtshäuschen jener Epoche. Neu ist zudem die Informationstafel im Hintergrund.
Die Bahnhofsausfahrt mit gefliestem Treppenaufgang.
Die Signaltafeln habe ich nochmals überarbeitet, jetzt hat auch jedes Selbstblocksignal seine eigene Bahnhofsbezeichnung. Hier das Signal "E A2" (Eichenhain Ausfahrt Gleis 2).
Auf dem Geländer in der Tunnelausfahrt ist übrigens ein Sh2 zu erkennen, welches auf die folgende Flussunterfahrung hinweist und bei geschlossenen Wehrtoren aufleuchten würde.
04.10.2003
Und wieder eine Etappe geschafft!
Mit der Fertigstellung des Bahnhofes Jillenthal-Nord begeben wir uns erstmalig in Gefilde älteren Datums, wurde der Streckenteil von Jillenthal-Nord bis Opernhaus doch bereits 1969 eröffnet.
Markante Ausstattungsmerkmale sind die flachen Standarddecken und die überwiegende Verwendung von Fliesen zur Stützen- und Wandverkleidung.
Hier ein erster Blick über den Bahnsteig. Gut zu erkennen ist, dass die letzten 50m im Bogen liegen.
Der zweite Treppenaufgang liegt in Jillenthal-Nord in der Mitte des Bahnsteiges; am östlichen Bahnsteigende wurde daher auf einen Ausgang verzichtet.
Zwischen den Treppen zur Verteilerebene befindet sich ein Durchgang, gesäumt von Bahnsteigaufsicht und Kiosk.
Wie erwähnt, befindet sich am östlichen Ende kein Ausgang. Stattdessen sind hier eine Trafostation sowie ein Hydrant samt Waschbecken untergebracht.
In Jillenthal-Nord wird die Abfertigung videoüberwacht, da aufgrund der Kurvenlage eine Abfertigung über Spiegel nicht möglich ist.
17.09.2003
Die ersten vier Bahnhöfe sind fertig!
Der Abschnitt Mänkt-Jillenthal Nord wurde Mitte der 70er-Jahre eröffnet und gibt sich im Stil der damaligen Zeit.
Eternitplatten, metallverkleidete Pfeiler und Tonnendecken verschiedenster Art prägen das Bild dieser Stationen, wobei viele originale Bahnsteigmöbel erhalten geblieben sind, die Beschilderung aber bereits auf das neue Design umgestellt wurde.
Hier die Sicht des Zugfahrers bei der Einfahrt in den Bahnhof Mänkt:
Der Bahnhöf Mänkt besitzt als Endbahnhof noch einen dritten Ausgang in Bahnsteigmitte. Zwischen den zwei Treppen finden Aufsichtshäuschen und Kiosk Platz.
Zwei Damen begutachten das Angebot der hier erhältlichen Zeitungen, scheinen sich aber nicht so recht entscheiden zu können. Immerhin stehen sie schon ziemlich lange dort...;-)
Monströse Bahnhofsschilder gehören ebenso zum guten Ton der 70er wie die metallbeplankten Stützen. Neu hingegen sind die DAISY-Anzeiger, unser Zug geht in einer Minute, wo bleibt er denn?
Bahnsteigmöblierung auf dem Bahnhof Nordendstraße: Die ultimative Berliner Kultbank der 60er und 70er (an der die Zeit auch nicht spurlos vorübergegangen ist), die alten Mülleimer mit aufgesetztem Aschenbecher (obwohl das Rauchen im U-Bahnhof schon längst verboten ist) und die neue Standardbeschilderung im "Corporate-Design".
Die Aufsichtsbude im Hintergrund hat ihre besten Zeiten auch hinter sich, fertigen sich die Zugfahrer doch nunmehr selbst ab.
Automaten für Frucht- und andere Gummis finden sich hier ebenso wie links am Pfeiler der Schalter fürs Notsignal.
Ein solcher Schrank findet sich fast auf jedem Bahnhof. Dort sind die Plakatrahmen und -folien untergebracht, die in gewissen Abständen getauscht werden.
Gut erkennbar ist hier die Form der quer eingebauten Tonnendecke.
Die Sicht des Zugfahrers bei der Abfertigung. Der Spiegel ist zwar etwas erblindet, aber ein paar Zugeständnisse müssen schließlich sein...;-)
Hier nun der Bahnhof Parkstraße, der, abgesehen von den schmaleren Bahnsteigen und nur zwei Ausgängen, dem Bahnhof Mänkt sehr ähnelt.
Da er allerdings in einfacher Tiefenlage liegt, hat er nur eine Flachdecke bekommen.
Die altehrwürdigen Bahnsteigbänke werden heute zumeist von handybegeisterten Beförderungsfällen heimgesucht...*g*
"So, hier stehen wir, da woll'n wir hin, und da nehmen wir jetzt am besten die..."
Fahrkartenautomat und Entwerter am Ausgang der Station.
Der Plakatschrank auf dem Bahnhof Am Kattenweiher wurde von "künstlerisch aktiven" Zeitgenossen heimgesucht, wobei das Gröbste bisher entfernt werden konnte.
Ein Blick durch die gewölbte Halle der Station.
Die Rückseite des Bahnhofskiosks: Spirituosen, Süßigkeiten und dubiose Magazine warten auf Käufer...
Auch der Gleisbereich wurde von den Sprayern nicht verschont. Doch das kümmert den Herrn am Automaten herzlich wenig...warum nimmt das Ding bloß seinen 10EUR-Schein nicht?
Übrigens: von hier kann man bereits den nur 500m entfernten Bahnhof Jillenthal Nord erkennen.
12.07.2003
- Von nun an zur besseren Erkennbarkeit der Bilder auf schwarzem Hintergrund -
Nun sind die Tunnel auch endlich betriebssicher mit Signalen, Fahrsperren, Fernsprechern, Warnschildern, Schmiermagneten und anderem ausgestattet.
Auf dem ersten Bild ist die Kehranlage Mänkt zu sehen. Gut zu erkennen sind die individuellen Mastschilder für Stellwerkssignale mit lesbarer Stellwerks- und Signalbezeichnung. Zudem wirkt jetzt die große beleuchtete Uhr möglichen Verspätungen entgegen...;-)
Auch im pfeilerlosen Tunnel zwischen Parkstraße und Am Kattenweiher hat die Signaltechnik Einzug gehalten. Hier das Einfahrsignal für Gleis 2 mit magnetischer Fahrsperre und Fernsprecher.
Die Kehranlage Jillenthal Nord habe ich etwas umgestaltet und eine Stützenreihe entfernt. Im Vordergrund der Holzbahnsteig und das Kehrsignal 3 in Haltlage, zwischen den Stützen im Hintergrund kann man das Deckungssignal für Gleis 2 erkennen.
Hinter dem Bahnhof Eichenhain senkt sich die Strecke im Zuge einer Flussunterfahrung. Dafür befinden sich an beiden Ufern Wehrkammertore, um den Tunnel bei einem Wassereinbruch abzudichten. Hier ist eines dieser Tore zu sehen.
Umfangreiche Gleisplanänderungen musste ich im Bereich des Westbahnhofes durchführen. Ich hatte nicht bedacht, dass die unterschiedlichen Stromsysteme eine direkte Gleisverbindung zwischen U- und S-Bahngleisen nicht erlauben. Das zweite Gleis von rechts ist ein neu hinzugekommenes Überführungskehrgleis. Ausgestattet ist das Gleis mit einer U-Bahn-Stromschiene, um Züge dort kehren zu lassen; die Weichenverbindung zu den S-Bahngleisen ist stromlos.
Auch im Bahnhof Opernhaus habe ich die Gleisanlage optimiert. Charakteristisch sind hier nun die beiden "Hosenträger"-Gleisverbindungen. Über die DKW im Vordergrund verlaufen sowohl die Fahrten von Gleis 4 in Richtung Innenstadt als auch die Fahrten vom Kehrgleis 5 nach Gleis 3 Richtung Mänkt. Ist letztere Fahrstraße eingestellt, ist eine Einfahrt von Mänkt nach Gleis 4 nur noch unter HP3 mit 25km/h möglich, da die Schutzstrecke nur für diese Geschwindigkeit ausreicht, um die Züge im Notfall noch vor der DKW zum halten zu bringen.
© 2004 Rüdiger Hülsmann